Der Durchhänger

Der Durchhänger

Durchhänger und Schreibblokaden sind ganz selbstverständlich. Sie gehören zum Lebern eines jeden Schreiberlings.

Es gibt aber Möglichkeiten, mit Schreibblockaden und Durchhängern umzugehen.

Eine Möglichkeit ist das Figureninterview. Befragt doch einfach einmal die Protagonisten der Szene, an der ihr gerade seid.
Was würde sie jetzt gerne machen?
Wie beurteilt sie die Situation, in der sie gerade steckt?
Was sagt sie zum Thema eures Romans?
Was schlägt sie vor, wie die Szene weitergehen soll?
Es gibt viele Fragen, die ihr eurer Figur stellen könnt.

Eine andere schöne Möglichkeit, wie ich finde, ist das Figugrentagebuch. Hier erzählt die Hauptfigur, was ihr gerade einfällt. Ihr schreibt alles auf, was sie euch sagt. Ihr könnt sogar ihre Eigenheiten, die euch an ihr auffallen, aufschreiben. Sicherlich hat die Figur Ticks oder spricht mit Unterbrechungen oder in einer ganz bestimmten Mundart.

Figureninterview und Figurentagebuch lockern auf und machen frei. Genau das braucht es bei Schreibblockaden uoder dem lästigen Durchhänger.

Natürlich gibt es auch Schreibübungen, die ihr aus den diversen Schreibratgebern und Foren entnehmen könnt.

Wofür ihr euch entscheidet ist eure Sache, denn dem einen liegen Schreibübungen mehr, dem Anderen, wie mir, das Figureninterview oder das Figurentagebuch.

Ganz gleich wie ihr versucht, eure Schreibblockaden und Durchhänger zu überwinden, ich wünsche euch gutes Gelingen dabei.

Elke Irimia

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Wer führt

Heute ist es mal wieder an der Zeit, dass ich etwas schreibe. In den letzten drei Wochen hatte ich das Probelm, dass meine Figuren etwas anderes wollten als ich ursprünglich vorgesehen hatte. Da ihr Wunsch sich noch innerhalb der Handung der Geschichte bewegte, habe ich ihnen nachgegeben.
Einen Artikel dazu gibt’s jetzt:

Wer übernimmt die Führung?

Ein Grundsatz lautet:
Der, wer fragt führt.

Gilt das auch für Schreiberlinge?
Heißt es dann, wer schreibt führt?

Jeder Schreibende kennt das, du bestimmt auch. Du sitzt da und schreibst und schreibst. Plötzlich hast du das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Aber du kommst nicht drauf.
Du bemerkst irgendwie nur, dass deine Figuren nicht so wollen wie du.

Was tun?

Dann fragst du dich, natürlich nur, nachdem du alle anderen Möglichkeiten zuvor alle ausgeschlossen hast, ob du die Figuren laufen lassen, und ihnen einfach folgen sollst, wohin die Reise geht, oder ob du eingreifen sollst, denn schließlich sitzt dir ja das Handwerk, und alles, was es dir zum Thema Schreiben beigebracht hat, im Nacken und drängt dich, in des Geschehen einzugreifen und dem bunten Treiben der Charaktere einhalt zu gebieten. Schließlich geht dieses nicht, jenes darf aber, laut Plotregeln oder dem Wissen über Figurenzeichnung, ebenfalls nicht sein.

Die Debatte

Ich denke, dass diese Debatte so alt ist wie das Schreibhandwerk selbst.

Was tun?

Du sitzt da, schilderst vielleicht anderen Schreiberlingen dein Problem und fragst was sie in einer vergleichbaren Situation unternehmen würden. Vielleicht wirfst du deinen Text aber auch, weil du an dir zweifelst, in den Papierkorb, den virtuellen natürlich, nicht den physischen. Aber letzteres könnte sich unter Umständen später als fatale Fehlentscheidung herausstellen.

Also: Was geht dann?

Du könntest dich aber auch einfach darauf einlassenund deinen Figuren einfach als stiller Beobachter folgen. Schließlich macht Voyör-Sein ja auch Spaß und führt zu ganz neuen Erkenntnissen. Du könntest ihnen dann sämtliche Entscheidungen überlassen, selbst dann, wenn der Text droht, auseinander zu fallen, weil die Figuren sich gegenseitig zerfleischen.

Macht nichts. Wie oft mischt du dich im realen Leben ein, wenn sich Andere neben dir zerfleischen?

Du siehst aus sicherer Entfernung zu.
Halt: Kein Vorwurf!)

Fazit:

Warum dann nicht deinen Figuren aus sicherer Entfernung zusehen und alles aufschreiben?

Ach: Eins noch!

In diesem Fall ist das Ausspionieren oder Observieren völlig legitim, ja sogar erwünscht.

Mit den besten Grüßen von Sandrina, aber vor allem von Simon, René, Lukas und Stefan

Elke Irimia

Die Leser

Spieglein Spieglein an der Wand,
Wer sind meine Leser in diesem schönen Land?
Das Autorin, das müsst herausfinden ganz alleine ihr.
Frei nach Schnewittchen erzählt.

Was ichdamit meine ist, dass Autoren sich über ihren soogenannten idealen Leser gedanken machen sollten.
Ich habe das in der vergangenen Woche getan.

Wer sind meine Figuren?

Zunächst habe ich mich eingehend mit meinen Figuren (das heißt hauptsächlich mit den Antagonisten und der Protagonistin) beschäftigt.

Dabei standen folgende Fragen im Mittelpunkt:
– Wie alt sind sie?
– auswelcher sozialen Schicht stammen sie?
– Welchen Bildungsabschluss haben sie?
– Welchen Job üben sie aus?
– Welche Gewohnheiten / Hobbys / Interessen haben sie?

Das Ergebnis war, dass sie alle aus derselben Schicht, nämlich der oberen Mittelschicht) abstammen.
Gut. Das war geklärt.
Auch ihr Bildungsniveau ist gleich.
Sie haben alle ein Universitätsstudium.

Kommen wir nun zum Alter.
Die Protagonistin ist mit 35 Jahren die Jüngste. Der Älteste (einer der Antagonisten logischerweise), ist 45 Jahre.
Also: Die Figuren sind zwischen 35 und 45 Jahre alt.
Damit hätte ich auch die Altersdimension eingegrenzt.

Kontakt zu anderen Autoren

Danach schrieb ich drei Autoren an, deren Werk in dem von mir beabscichtigten Gener und dessen Unterkategoriegeführt wird. Anmerkung: Ich habe deren Werke alle mit Begeisterung verschlungen. Ich fragte an, wer denn so ihre Leserschaft seien.

Anschließend wandte ich mich an vier Biblothekare (zwei Damen und zwei Herren), die ich schon lange kenne, und fragte, wer sich denn so Science Fiction, Zukunfstvisionen (das ist die von mir beabsichtigte Kategorie) ausleiht.

Sowohl Autoren (ach ja. Hier waren es drei Herren, die ich befragt habe) als auch die Biblothekare bestätigten mir, dass die Leserschaft von Zukunftsvisionen sdas Profil meiner Figuren hat.
Ok. Dachte ich. Als letztes befragte ich zwei Buchhändlerinnen, die mir bestätigten, was ich inzwischen schon wusste.

Was mache ich jetzt mit diesem Ergebnis?

Ich schreibe.
Ich schreibe meinen Roman.
Das Wissen um das ungefähre Persönlichkeitsprofil meines idealen Lesers hilft mir, bessergesagt gibt mir Anhaltspunktek über Sprache und Lesegewohnheiten meiner Leser. Und dieses Wissen gibt mir Sicherheit.

Diese Informationen werde ich später, wenn es um die Veröffentlich ung geht, nutzen, um ein Marketing zu starten.
Nur, wenn ich meinen idealen Leser kenne, weiß ich, welche Marketingmaßnahmen ich planen kann.
Es nutzt nichts, wenn ich mein Buch auf einem Kanal (Blog, Video ) bewerbe, der von meiner Zielgruppe nicht genutzt wird.
Ebenso verhält es sich mit der Wahl des richtigen Mediums. Wenn ich weiß, dass meine Lesergruppe beispielsweise nicht auf EBooks fixiert ist, werde ich auch eine Taschenbuch ausgabe veröffentlichen.

Also tue ich sehr gut daran, das alles vor dem Schreiben zu überlegen.

Also: Viel Spaß beim Erforschen des idealen Lesers. Es macht nämlich Spaß.

Elke Irimia

Pseudonym

Heute ist zwar kein Blogbeitragtag, der in Zukunft am Donnerstag sein soll, aber es hat mich gejuckt, einen kleinen Beitrag zu schreiben.

Viel Spaß beim lesen!

Pseudonym – Ja oder nein?

An sich stellt sich ja die Frage nach einem Pseudonym erst vor der Veröffentlichung.

Aber so ist es nicht. Wenn ich nämlich schon während des Schreibprozesses mit dem Marketing beginne. Dann muss ich mir bereits vor der Veröffentlichung überlegen unter welchem Namen ich auftreten will.

Viele Autoren schreiben in mehreren Genres und veröffentlichen eines davon unter ihrem Namen, die anderen Genres bedienen sie dann unter einem Pseudonym. Teilweise weil der Verlag es wünscht, teils auch, weil sie der Ansicht sind, die Fans des einen Genres kaufen ihre Bücher nicht da sie ein bestimmtes Genre nicht lesen.
Dann gibt es noch Autoren, die heikle Themen behandeln oder im Bereich Erotik schreiben.

Gegen ein Pseudonym spricht, finde ich, dass ein Pseudonym irgendwie mit Schummelei zusammenhängt.

Auch ich habe mir die Frage gestellt ob ich unter einem Pseudonym oder meinem richtigen Namen auftreten soll.

Für ein Pseudonym spricht die Tatsache, dass es mich nervt, wenn mein (an sich sehr einfacher Nachname) falsch ausgesprochen oder gar bis zur Unkenntlichkeit verunglimpft wird. Ich kann mir einen einfachen Namen aussuchen.

Gegen die Verwendung eines Pseudonyms spricht, dass sobald ich in der Öffentlichkeit auftauche, mein Pseudonym hinfällig ist, da ich ohnehin erkannt werde.

Fazit:
Was soll ein >Pseudonym, wenn es auffliegt?
Ich verwende also kein Pseudonym.

Übrigens:

Eine kleine Geschichte:
Meine Gesangslehrerin frohlockte jedes Mal, wenn ich zur Stunde zu ihr kam und trällerte meinen Nachnamen.
Und das auch noch richtig.

Elke Irimia

{Tags Romane Autoren Pseudonym Veröffentlichung Namen Schummelei Marketing Genre}

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Der Wort-Tracker

DEben habe ich beschlossen, eine kleine Pause einzulegen. Ich plotte gerade den zweiten Akt noch einmal durch und überlege welche Szene in welcher Reihenfolge kommen soll.

Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich mein heutiger Blogbeitrag mit dem Thema Wort-Tracker.
Diese Woche habe ich es nämlich nur ganz knapp geschafft, mein Ziel zu erreichen.

Viel Spaß!

Der Wort-Tracker

Wozudient der Wort-Tracker?

Der Wort-Tracker ist ein sinnvolles Instrument,mit dessen Hilfe du deinen Fortschritt messen kannst.
Bummelei und Dümpelei wird so verhindert, und der Roman kannfertig werden.

Wie funktioniert der Wort-Tracker?

Du setzt dir ein bestimmtes Tages- oder Wochenziel.
Biespiel für ein Tagesziel:
Ich habe mir 2.000 Wörter pro Tag zum Ziel gesetzt. Nicht immer schaffe ich es, dieses Tagespensum einzuhalten. Dann schreibe ich am nächsten Tag einfach die fehlenden Wörter (zahlenmäßig) nach.
Manch einem mag das vorkommen wie beim NaNoWriMo. Aber so ist es nicht. Am Anfang ist es sehr schwierig gewesen, die Anzahl von 2.000 Wörtern pro Tag zu schreiben. Aber inzwischen geht es ganz gut. Und, das ist das Tolle, inzwischen kommt dabei auch tatsächlich etwas Sinnvolles heraus: Nänlich ein fertiges Kapitel an meinem Projekt.

Mit dem Wort-Tracker kann ich also mein Projekt fertigstellen und gleichzeitig auch meinen Erfolg sehen. Und beides motiviert doch, würde ich zumindest mal sagen.
Insofern ist der Wort-Tracker auch eine Art In-den-Arsch-Treter, wenn ihr mal einen Durchhänger oder einen Tag habt, an dem ihr euren inneren Schweinehund, der lieberetwas anderes machen möchte, nicht überwinden könnt.

Tipp:

Also: Setzt euch euren ganz persönlichen Wort-Tracker und schreibt. Stellt alles andere hintan.

Hierzu habe ich ja ebenfalls schon einen Artikel geschrieben.

Elke Irimia

{Tags Wort-Tracker Ziel Tagespensum Wörter Romane Motivation Erfolgskontrolle Zielsetzung}

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Die Perspektive

Die Perspektive
Bevor ich mich ans Schreiben gemacht habe, habe ich mir einige Gedanken zur Perspektive gemacht.
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich in der personalen Erzählperspektive Schreibe.
Was nicht klar war, war die Frage, aus wessen Sicht der Roman geschrieben werden soll.
Soll die Protagonistin die Geschichte alleine erzählen?
Sollen auch die Antagonisten zu Wort kommen?
Ich weiß es gibt viele Autoren und Autorinnen, die auf die Einhaltung einer einzigen Perspektive schwören. Ich gehöre nicht dazu.
Wenn sowohl die Protagonistin als auch die Antagonisten zu Wort kommen hat das den Vorteil, dass ich deren Gedanken, Gefühle, Ängste u. A. darstellen kann, denn die Person, aus deren Sicht die Szene geschildert wird, weiß ja was sie denkt, fühlt und sie hat eine Meinung von den anderen Personen. Genau auf diese Dinge kommt es mir an. Die inneren Faktoren der Figuren sind es, die dem Leser einen tieferen Eindruck von der Situation oder der Figur geben oder zeigen, wie sie zu einer anderen Figur steht.
Also habe ich mich dafür entschieden, die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin und der Antagonisten zu erzählen. Vielleicht kommen die Antagonisten lediglich durch einen, den Wichtigsten, zu Wort. Das wird sich noch im Laufe des Schreibprozesses herausstellen.
Elke Irimia

Die Figuren einer Story

I. Die Figuren
Damit Figuren besonders lebendig sind, sollten sie dreidimensional sein. Sie sollten eine physische, psychologische und eine soziologische Dimension haben.
a) Die Phasische Dimension:
Name:

II. Geschlecht

III. Alter geburtsdatum

IV. Herkunft

V. Besondere physische Merkmale (Narben/Zeichen etc.)

VI Figur

VII. Haarfarbe/form

VIII. körperlicher Zustand

IX. Größe

X. Augenfarbe

XI. Gesichtsform

b) die soziologische Dimension:

I. Gesellschaftsschicht

II. Stellung in der Gemeinschaft / soziales Umfeld

III. Familie

3.1 Vater

3.2 Mutter

3.3 Geschwister

IV. Lebensumstände / Lebensstil

V. Beruf

VI. Religion / spirituelle Ausrichtung

VII. Partnerbeziehung

VIII. Kleidung

IX. Freunde

X. Wohnung / Wohnumgebung

c) die psychische Dimension:

I. Want und Need

1.1 Want

1.2 Need

II. Kindheitstrauma

III. Haltung gegenüber dem Leben

IV. innere Widersprüche

V. Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung
6.1 Selbstwahrnehmung
6.2 Fremdwahrnehmung

VI. wahrer Charakter (= wie reagiert die Figur unter Druck?)

VII. innere Stärken

VIII. Charakterschwäche

IX. Achillesferse (= der wunde Punkt / die verletzliche Stelle)

X. größtes emotionales Bedürfnis

XI. wichtigste Werte

XII. Moral

XIII. Sexualität

XIV. Ambitionen (Leistung, Erfolg, Anerkennung)

XV. Temperament

XVI. Süchte

XVII. intellektuelle Qualitäten

XVIII. Phobien/Ängste/Abneigungen

18.1 Phobien

18.2 Ängste

18.3 Abneigungen

XIX. Hobbys Interessen

19.1 Hobbys

19.2 Interessen

XX. Ticks

XXI. Motto

XXII. Grundangst

XXIII. Archetypus nach Jung

XXIV. Persönlichkeitsty

Ich habe den Ergeitz meine Figuren so zu erstellen, dass sie möglichst realitätsnah sind oder sein könnten.
Dazu beobachte ich meine Umgebung sehr genau:
Was sagen Menschen;
worüber unterhalten sie sich;
wie sagen sie verschiedene Dinge;
wie reagieren sie aufeinander;

WELCHE Beziehungen haben sie zueinander?
welche Eigenarten oder Ticks haben sie?

In einem zweiten Schritt bastele ich aus verschiedenen Menschen der realen Umgebung eine Figur.

Übrigens:

Will ich über eine Firma oder eine Organisation schreiben, gehe ich am besten in die Kantine. Am besten funktioniert das Beobachten von Menschen und der Bezeihungen untereinander in Kantinen von Firmen oder in Restaurants, denn hier lerne ich nicht nur die Leute besser kennen sondern auch deren Beziehungen und die Strukturen in einer Einrichtung.

Die Vorlage für Figuren können übribens auch ganz normale Menschen wie du und ich sein. Es müssen nicht immer Schitzophrene oder Psychopathen sein. Jeder Mensch hat nämlich seinen eigenen Abgrund. Beobachte ihn ganz genau, und du hast die perfekte Vorlage für deine Figur. Besonders gut, finde ich, macht das übrigens die Krimiautorin Ingrid Noll. Ihre Figuren sind Menschen wie du und ich, also ganz gewöhnlich. Auf den ersten Blick haben sie auch keine psychische Störung. Aber sie haben ihren Abgrund, den die Autorin entdeckt und aufgreift.

Also sieh dich doch mal in deiner Schule, Uni, Firma, Umgebung, um!

Dort lauern die Figuren.

Viel Spaß dabei.

Elke Irimia

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